Seit ich eine von Johannes Striebel gebaute Archtop namens Niña für die Zeitschrift Akustik-Gitarre getestet habe, ist der Name Striebel für mich ein Garant für hochklassige Handarbeit. Als dann nach dem Archtop-Germany-Meeting (die Niña wurde von mir beim Konzert verwendet) von Joe das Angebot für ein Endorsement bekam, habe ich nicht gezögert. Das war die Gelegenheit, ein Instrument nach meinen Wünschen von einem Gitarrenbau-Könner fertigen zu lassen. Es war mir allerdings sehr wichtig, dass Joe auch sich selbst mit der PA Signature als Gitarrenbauer verwirklichen kann, und so habe ich ihm fast alle Entscheidungen überlassen. Ich dachte: "Er weiß, wie ich spiele, also kann er mir auch ohne allzu strenge Vorgaben eine Gitarre bauen...". Wir haben uns lediglich telefonisch abgesprochen, um sicher zu gehen, dass die Gitarre passend für mich wird. Joe wusste, wie begeistert ich von der Niña bin, also war das die Ausgangsbasis. Wir einigten uns auf einen etwas kleineren Korpus, eine kleinere Kopfplatte, die Holzwahl und sämtliche Konstruktions-Details habe ich Joe überlassen. Da die Niña sehr Feedback-anfällig ist, war mein Wunsch, dafür zu sorgen, dass die PA-Signature sich nicht so leicht selbständig macht. Ich wollte unbedingt einen florentinischen (spitzen) Cutaway, Joe hat diesen Wunsch erfüllt, dabei aber die genaue Form des Cutaways selbst bestimmt. Die Inlays habe ich von einem meiner ehemaligen Schüler (und jetzigem Freund) Nils Püttmann gestalten lassen. Er hat sowohl das Kopfplatten-Inlay als auch die Runen entworfen, vielen Dank dafür! Es handelt sich bei den Schriftzeichen um Alt-Isländische Runen. Als Jules-Verne-Fan ist mir das Buch "Reise zum Mittelpunkt der Erde" sehr gut im Gedächtnis. Die Bedeutung der Runen ist einfach: Sie bilden ein Anagramm der Buchstaben des Namens "Sebastian" und so heißt mein Sohn. Das PA auf der Kopfplatte hat Nils sehr schön mystifiziert, so ist die Form der Buchstaben kaum noch zu erkennen, und nur wer genau hinschaut, sieht meine Initialen.
Als ich gestern die neue Gitarre zum ersten Mal sah, war ich sofort restlos begeistert! Was soll man da sagen: Das ist perfekte Arbeit, es heißt zwar, dass auf dieser Welt nichts perfekt ist, aber in dieser Gitarre ist ein Stück Perfektion real geworden. Die Verarbeitung ist geradezu beängstigend makellos. Die Optik der PA Signature schlägt alles, was ich bislang an Gitarren gesehen habe. So und nicht anders soll "meine " Gitarre aussehen!
Angesichts der optischen Faszination habe ich gezögert, das Instrument zu spielen, Joe musste mich regelrecht dazu auffordern: "Nun nimm sie doch auch mal!". Na gut, ich setze mich endlich hin und spiele die ersten Töne und möchte gar nicht mehr aufhören. Die Gitarre klingt fantastisch. Fan-tas-tisch! Ohne Verstärker klingt sie voll und rund, aber mit feinen Höhen, die den Ton veredeln. Verstärkt ist der Klang eine echte Waffe: Die Töne haben eine unglaubliche Definition, es gibt keine Schwachstelle auf dem Griffbrett, man hat das Gefühl, als Gitarrist auf einem teuren Konzertflügel zu spielen. Alle Noten kommen klar und laut, nichts scheppert. Dazu kommt die Bespielbarkeit: Sie ist beispielhaft. Die PA Signature spielt sich wie von selbst. Die Proportionen sind ganz genau passend für mich, und darüber hinaus bestimmt auch passend für die meisten Kollegen. Mein Freund und Kollege Uwe Sommer war jedenfalls auf Anhieb gleichermaßen begeistert. Die Gitarre ist hervorragend ausbalanciert und es macht riesigen Spaß, darauf zu spielen. Ich bin sehr stolz darauf, bei der Musikmesse 2007 in Frankfurt dieses neue Modell vorstellen zu dürfen. Eines steht schon jetzt fest: Wer sich bei Joe eine PA Signature bestellt, tut sich den größten Gefallen!!!
Vielen vielen Dank Joe, du bist der Meister!
Peter Autschbach
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